TLDR: Betreiben Sie eine Domain mit einer vollständigen Seite für jeden Betrieb. Eine eigene Website bekommt ein Betrieb nur, wenn er als Marke ohne die Gruppe bestehen könnte: mit eigener Stammkundschaft, eigenem Publikum oder einem möglichen Verkauf. Google sagt nicht, dass eine der Strukturen besser rankt, also wählen Sie die, die Ihr Team aktuell halten kann.
Angenommen, Sie führen sechs Betriebe mit sechs Websites, gebaut von vier Agenturen über acht Jahre. Ein Gast fragt einen KI-Assistenten nach Ihrem neuesten Restaurant und bekommt die Öffnungszeiten von einer Seite, die seit dem Frühjahr niemand angefasst hat. Das ist kein Rankingproblem. Es ist ein Pflegeproblem: Jede weitere Domain war ein weiterer Ort, an dem eine alte Angabe überleben konnte.
Genau darum geht es bei der Frage „eine Website oder mehrere“. Unsere Antwort: Standard ist eine Domain mit einer echten Seite pro Betrieb, und eine eigene Domain bekommt nur ein Betrieb, der eine Marke für sich ist. Für eine Microsite pro Betrieb spricht meist, dass jede Marke anders aussehen kann. Getrennte Websites verteilen aber Links und Fakten auf mehrere Domains und vervielfachen die Seiten, die stimmen müssen. Eine gemeinsame Vorlage hält Marken auch innerhalb einer Domain unterscheidbar. Googles eigene Vorgaben stützen das Pflegeargument, nicht ein Rankingargument, und der Umzug von mehreren Websites auf weniger ist sicherer, als viele Gruppen befürchten.
Was muss die Webseite jedes Betriebs tragen?
Jeder Betrieb braucht dieselben Kernangaben, egal wo sie stehen: Name, Adresse, Telefon, reguläre und Feiertags-Öffnungszeiten, die vollständige Speisekarte als lesbarer Text, einen Weg zur Reservierung und strukturierte Daten, die diese Fakten für Maschinen wiederholen. Googles Leitfaden zu lokalen Unternehmen zeigt einen Restaurant-Eintrag mit Öffnungszeiten, Küche und Link zur Speisekarte, und Schema.org definiert den Typ Restaurant mit Eigenschaften wie acceptsReservations und hasMenu. Die Richtlinien für Google Unternehmensprofil verlangen dann eine Website, „auf der Ihr konkreter Unternehmensstandort präsentiert wird“. Jeder Betrieb braucht also eine klare Seite, auf die das Profil zeigen kann.
Was auf diese Seite gehört und wie Filialen aufeinander verlinken, beschreibt unser Leitfaden, wie die KI-Suche die richtige Filiale findet. Die Strukturfrage ist eine andere: Wie viele Kopien dieser Fakten gibt es, und was müssen Sie drumherum noch pflegen?
Wie sieht die Rechnung für eine Gruppe mit sechs Betrieben aus?
Hier eine Beispielrechnung, unsere eigene und keine Erhebung. Angenommen, jeder Betrieb hat acht Angaben, die sich im Lauf des Jahres ändern: Öffnungszeiten, Feiertagszeiten, Speisekarte, Preise, Reservierungslink, Telefon, Adresse und die strukturierten Daten, die all das wiederholen.
- Die Angaben der Betriebe sind in jeder Struktur gleich: 6 Betriebe × 8 Angaben = 48.
- Jede separate Website bringt ihre eigene Schicht mit: Domainverlängerung, Hosting und Zertifikat, CMS-Zugänge, Datenschutz- und Cookie-Hinweis, Impressum, Search Console, Analytics. Das sind rund 7 Posten pro Website, also 42 bei sechs Websites gegenüber 7 bei einer.
- Ein Gruppenportal, das ebenfalls Öffnungszeiten zeigt, erzeugt zweite Kopien: sechs weitere Stellen, an denen die Zeiten eines Betriebs von der anderen Fassung abweichen können.
Separate Websites erzeugen also nicht mehr Fakten. Sie erzeugen mehr Orte für dieselben Fakten und mehr Technik drumherum. In unserem Beispiel sind das 90 Dinge, die aktuell bleiben müssen, statt 55, und die 48 Angaben der Betriebe verteilen sich auf sechs Zugänge.
Welche rechtlichen Pflichten wiederholen sich auf jeder Domain?
Ein Teil dieser Schicht ist rechtlich, und er unterscheidet sich je Markt.
- Deutschland: § 5 DDG verpflichtet jeden geschäftsmäßigen digitalen Dienst, Name, Anschrift, Kontaktdaten und gegebenenfalls Registernummer des Anbieters leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten. Jede zusätzliche Domain braucht diese Angaben ebenfalls.
- Großbritannien: Die britischen Offenlegungsvorschriften von 2015 verlangen, dass ein Unternehmen auf seinen Websites Firmennamen, Registernummer und eingetragenen Sitz nennt.
- USA: Laut dem Leitfaden des US-Justizministeriums von 2022 gilt der Americans with Disabilities Act (ADA) auch für die Online-Angebote öffentlich zugänglicher Betriebe, ausdrücklich auch für Gastronomie, und verweist auf die WCAG als hilfreichen technischen Standard. Jede Website, die Sie dort betreiben, ist eine weitere Website, die barrierefrei bleiben muss.
Was sagt Google tatsächlich zu Domains, Subdomains und Ordnern?
Google bevorzugt keine Struktur. Der Einstiegsleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung führt „Subdomains im Vergleich zu Unterverzeichnissen“ unter den Punkten, auf die Sie sich nach Googles Meinung nicht konzentrieren sollten, und schreibt: „Mache aus geschäftlicher Sicht immer das, was für dein Unternehmen sinnvoll ist.“ Das Argument für eine Domain ist also kein Rankingbonus, und wer einen verspricht, übertreibt.
Was Google tatsächlich sagt, grenzt die Wahl in vier Punkten ein.
- Signale wirken vor allem pro Seite, einige für die ganze Website. Googles Leitfaden zu den Ranking-Systemen sagt, diese seien „für den Einsatz auf Seitenebene konzipiert“, außerdem würden „websiteweite Signale und Klassifikatoren verwendet“. Eine Domain ist kein gemeinsamer Punktestand, aber Signale über die ganze Website fließen in das Verständnis ihrer Seiten ein.
- Interne Links zählen. Google schreibt: „Auf jede Seite, die dir wichtig ist, sollte von mindestens einer weiteren Seite deiner Website verlinkt werden.“ Innerhalb einer Domain verlinken Gruppenübersicht, Speisekarten und Betriebsseiten als eine Website aufeinander. Über Domains hinweg werden daraus Links zwischen getrennten Websites, die jede für sich gefunden und gepflegt werden müssen.
- Ordner haben keinen eigenen Websitenamen. Google zeigt Websitenamen für Domains und Subdomains, unterstützt aber „keine Websitenamen auf Unterverzeichnisebene“. Ein Betrieb in einem Ordner erscheint in den Ergebnissen unter dem Websitenamen der Gruppe. Für manche Marken zählt diese Grenze; dazu unten mehr.
- Die KI-Suche nutzt denselben Index. Laut Google gibt es „keine zusätzlichen Anforderungen“, um in Übersichten mit KI oder im KI-Modus zu erscheinen, und eine Seite muss indexiert und für ein Snippet geeignet sein, um dort als unterstützender Link zu erscheinen. Welche Struktur Sie auch wählen: Assistenten, die auf der Suche aufbauen, können nur Betriebsseiten nutzen, die indexiert und aktuell sind.
Googles klarster direkter Vergleich steht im Leitfaden für mehrsprachige und länderspezifische Websites. Er ist für Länderversionen geschrieben, nicht für Betriebe, gilt hier also nur als Analogie. Dort steht bei eigenen Domains „Problemlose Unterteilung von Websites“, aber „Mehr Infrastruktur erforderlich“, bei Unterverzeichnissen „Geringer Wartungsaufwand (derselbe Host)“, aber „Unterteilung von Websites schwieriger“. Genau diese Abwägung trifft eine Restaurantgruppe, nur ohne Geografie.
Welche Struktur passt zu welcher Gruppe?
Drei Strukturen decken fast jede Gruppe ab, und drei Fragen entscheiden zwischen ihnen. Dieses Raster ist unser eigenes: Würde ein Gast den Betrieb ohne den Namen der Gruppe erkennen, könnte er separat verkauft oder lizenziert werden, und spricht er ein anderes Publikum an? Welches Markenmodell jedes Konzept verfolgt, ist eine eigene Entscheidung; dazu unser Leitfaden zu Dachmarke, Mehrmarkenportfolio oder Endorsement.
| Struktur | Wählen Sie sie, wenn | Der Preis dafür |
|---|---|---|
| Eine Website mit Seiten pro Betrieb | Gäste kennen die Gruppe, Betriebe teilen Inhaber und Gäste | Betriebe teilen bei Google den Websitenamen der Gruppe |
| Gruppenportal plus eigene Websites | Ein oder zwei Konzepte bestehen den Markentest, die übrigen nicht | Zwei Orte pro Betrieb, wenn das Portal nicht nur verlinkt |
| Vollständig getrennte Websites | Jedes Konzept steht für sich, mit eigenen Gästen und Inhabern | Eigene Website, Impressum und Zugänge pro Betrieb |

Für die meisten Gruppen ist die erste Zeile die Antwort. Eine gemeinsame Vorlage kann jedem Betrieb trotzdem eigene Farben, Fotos, Logo und Tonalität geben, in einem Ordner wie /betriebe/name/ mit eigenen Speisekarten-Seiten und eigenem Reservierungsweg. Der Gast sieht einen eigenständigen Ort; Sie pflegen ein System, ein Impressum und eine Search-Console-Property.
In der mittleren Zeile landen Gruppen meist aus Versehen: Die Gruppenwebsite listet jeden Betrieb mit Öffnungszeiten, und zwei Betriebe haben zusätzlich eigene Websites mit anderen Zeiten. Wenn Sie ein Portal betreiben, verlinken Sie, statt zu kopieren. Die Website des Betriebs besitzt die Fakten; das Portal nennt den Betrieb, sagt, was er ist, und schickt den Gast dorthin. Ob Assistenten die Betriebe dann der Gruppe zuordnen, ist eine eigene Frage. Sie beantwortet unser Leitfaden Sieht KI Ihre Restaurantgruppe als eine Marke oder als einzelne Betriebe?
Wie ziehen Sie von mehreren Websites auf eine um?
Ziehen Sie jeweils eine Domain eines Betriebs um und leiten Sie jede alte Adresse auf die passendste neue Seite weiter. Googles Leitfaden zum Websiteumzug sagt: „Rechne mit vorübergehenden Schwankungen beim Website-Ranking“. Bei mittelgroßen Websites dauere es „einige Wochen oder länger“, bis die neuen URLs erscheinen, und dauerhafte Weiterleitungen haben „keine negativen Auswirkungen auf den PageRank“. Planen Sie eine Delle ein, keinen Verlust.

- Erfassen Sie den Bestand. Jede Domain und Subdomain, jede Seite mit den Öffnungszeiten eines Betriebs und jede Stelle, die darauf verlinkt: Google-Profile, Reservierungs-Widgets, Social-Media-Profile, Lieferdienst-Einträge.
- Entscheiden Sie über jede Domain. Zusammenlegen, behalten oder aufgeben, anhand der drei Fragen oben. Nur Betriebe, die den Markentest bestehen, behalten eine Domain.
- Ordnen Sie jede alte Adresse zu. Jede alte URL bekommt die passendste neue Seite, nicht die Startseite, und vermeiden Sie Weiterleitungsketten.
- Bauen Sie zuerst die Seiten der Betriebe. Öffnungszeiten, Speisekarte als Text, Reservierungslink und strukturierte Daten müssen auf der neuen Seite live und korrekt sein, bevor etwas darauf zeigt.
- Stellen Sie mit dauerhaften Weiterleitungen um. Nutzen Sie serverseitige 301- oder 308-Weiterleitungen und ziehen Sie alle Adressen einer Betriebsdomain am selben Tag um, wie Google es für kleine und mittelgroße Websites empfiehlt. Der nächste Betrieb kann folgen, wenn sich der erste eingependelt hat.
- Melden Sie jede aufgegebene Domain bei Google. Das Tool zur Adressänderung in der Search Console funktioniert auch von einer Domain auf einen Pfad in einer anderen Domain, etwa von der Domain eines Betriebs auf
gruppe.de/betriebe/name/. Bestätigen Sie jede Variante, auch www. - Aktualisieren Sie jeden externen Link. Ändern Sie das Website-Feld jedes Google-Profils, Reservierungs- und Liefereinträge sowie Social-Media-Profile auf die neue Seite des Betriebs.
- Behalten Sie Weiterleitungen und alte Domains. Googles Leitfaden zum Websiteumzug rät: „Behalte die Weiterleitungen möglichst lange bei, generell mindestens für ein Jahr.“ Wir empfehlen zusätzlich, jede alte Domain mindestens so lange zu verlängern, damit niemand sie kauft und Ihre alten Links übernimmt.
Die nächste Frage ist meist, wer die Arbeit macht. Bei unserem Service Restaurant AI Search ist die Messung, welche Betriebsseiten in KI-Antworten erscheinen, die Grundlage, und dann übernehmen wir die Arbeit: Wir bauen jede Betriebs- und Speisekarten-Seite als lesbare, für KI optimierte Seite auf der Domain, für die Sie sich entscheiden, richten dafür Search Console und GA4 ein, optimieren das Google-Unternehmensprofil jedes Betriebs, damit sein Website-Feld auf die richtige Seite zeigt, und bauen einen Blog, wo noch keiner existiert. Das ist ohne Aufpreis enthalten, mit menschlicher Prüfung von Text, Design, Entwicklung und Outreach. Wenn Sie gerade expandieren, setzen Sie den neuesten Betrieb gleich in die Gruppenwebsite; unser Plan, um das vierte Restaurant zu eröffnen, deckt die ersten Wochen ab. Wie Profile, Einträge und Bewertungen in dieselbe Struktur passen, zeigt unser Leitfaden zu Local SEO für Restaurantgruppen mit mehreren Standorten, und wer welche Betriebsseite jede Woche aktualisiert, steht in unserem Leitfaden zu lokalem Marketing für Restaurantgruppen.
Wann sollte ein Betrieb seine eigene Domain behalten?
Ein Betrieb behält seine eigene Domain, wenn er ein Geschäft ist, das ohne die Gruppe bestehen könnte. Vier Fälle kommen dafür in Frage.
- Er hat eine eigene Stammkundschaft. Gäste, Presse und Gastroführer kennen ihn beim Namen und erwähnen die Gruppe selten. In einem Ordner würde er außerdem seinen eigenen Websitenamen bei Google verlieren.
- Er spricht ein anderes Publikum an. Eine Hotelbar, ein Club mit Mitgliedschaft oder ein Catering-Zweig kann eigene Buchungswege, eine eigene Tonalität und ein eigenes Impressum brauchen.
- Er könnte verkauft, als Franchise vergeben oder lizenziert werden. Eine eigene Domain lässt sich weit leichter übergeben als ein Ordner, den Sie später herauslösen müssten.
- Er liefert ausschließlich. Laut den Richtlinien für Google Unternehmensprofil sind Restaurants mit virtuellen Küchen, die nur liefern, zulässig, „wenn sie eigene Verpackungen für ihre Produkte verwenden und selbst eine Website haben“.
Eine Domain zu behalten ist eine Verpflichtung, keine Stilfrage. Geben Sie ihr eine verantwortliche Person, halten Sie ihre Fakten nur auf ihrer eigenen Website und verlinken Sie vom Gruppenportal aus, statt ihre Öffnungszeiten zu wiederholen. Wenn heute niemand sagen kann, wer für die Domain eines Betriebs verantwortlich ist, ist dieser Betrieb ein Kandidat für die Zusammenlegung.
Was sollten Sie diesen Monat tun?
Schreiben Sie jede Domain auf, die Ihnen gehört, und für jeden Betrieb jede Seite, die seine Öffnungszeiten nennt. Zählen Sie die Kopien. Wählen Sie dann eine der drei Strukturen und benennen Sie die Betriebe, falls es welche gibt, die ihre eigene Domain behalten.
Prüfen Sie vor der Entscheidung, auf welche dieser Domains Gäste tatsächlich geschickt werden. Unser kostenloser AI Search Audit hält die Antworten für jeden Betrieb fest, nennt die Seiten und externen Quellen, die neben diesen Antworten erscheinen, und zeigt, von welcher Ihrer Websites sie stammen. So sehen Sie, welche Domains Sie zuerst zusammenlegen sollten. Am Ende steht ein 30-Tage-Plan.
Quellen
Alle Seiten wurden am 1. November 2026 geprüft.
- Google Search Central: Leitfaden für den Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung.
- Google Search Central: Leitfaden zu den Ranking-Systemen der Google Suche.
- Google Search Central: Best Practices für Links.
- Google Search Central: Websitenamen in der Google Suche.
- Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website.
- Google Search Central: Mehrsprachige und länderspezifische Websites verwalten.
- Google Search Central: Strukturierte Daten für lokale Unternehmen.
- Schema.org: Restaurant.
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google.
- Google Search Central: Websiteumzug mit URL-Änderungen.
- Google Search Central: Weiterleitungen und die Google Suche.
- Search Console-Hilfe: Tool zur Adressänderung.
- Digitale-Dienste-Gesetz, § 5 Allgemeine Informationspflichten.
- The Company, Limited Liability Partnership and Business (Names and Trading Disclosures) Regulations 2015, Regulation 24 und Regulation 25 (Großbritannien).
- US-Justizministerium: Guidance on Web Accessibility and the ADA, 18. März 2022 (USA).
- W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, W3C-Empfehlung vom 12. Dezember 2024.





